Biofeedback

Biofeedback

Biofeedback Stellen Sie sich vor, Sie könnten bestimmte Körperfunktionen allein durch Ihre Gedanken kontrollieren. Sie wollen, dass Ihr Herz langsamer schlägt und es schlägt langsamer. Sie wollen Ihre Körpertemperatur anpassen und müssen sich einfach ein paar Sekunden konzentrieren, um sie ansteigen oder abfallen zu lassen. Wenn Ihre Muskeln angespannt sind, dann denken Sie fest daran, dass sie sich entspannen und die Verspannung wird verschwinden. Und wenn Sie Kopfschmerzen bekommen, dann benötigen Sie nur wenige Minuten, um sie mittels Ihrer Gedanken komplett verschwinden zu lassen.

Science Fiction? Es klingt definitiv danach. Aber Biofeedback oder das Erlernen wie man Körperfunktionen nur durch bewusstes Denken beeinflussen kann, gewinnt Jahr für Jahr mehr an Akzeptanz; nicht nur als legitimes Feld der Wissenschaft, sondern auch als sehr wirkungsvolles.

Um die Funktionsweise von Biofeedback zu lernen, werden zunächst Sensoren auf Ihrem Kopf und an anderen Stellen angebracht, sodass Sie sich bestimmte Funktionen, wie Puls, Verdauung, Muskelanspannungen und Körpertemperatur bewusst machen können. Diese Sensoren sind mit Monitoren verbunden, die diese Funktionen in Form von Tönen oder Linien wiedergeben. Stellen Sie sich ein EKG oder einen Lügendetektor-Test vor; Biofeedback funktioniert ähnlich.

Während des Beobachtens der Linien und Töne, die auf die Körperfunktionen reagieren, lernt man, wie man diese abstimmen kann und wie die Gedanken sie beeinflussen und kontrollieren können.

Es hat sich gezeigt, dass Biofeedback nicht nur Muskelverspannungen und den Herzschlag kontrollieren kann, sondern auch den Blutdruck, die Gehirnaktivität, Darm- und Blasenprobleme, Verdauung, Übelkeit und sogar Schwitzen. Viele Migräne- und Spannungskopfschmerz-Patienten haben über große Erfolge berichtet, nachdem sie gelernt haben, wie sie Biofeedback anwenden können.

Psychosomatisch?

Einige mögen Biofeedback nun gleich als psychosomatisch abstempeln, etwas, bei dem die Kraft der Vorstellung genutzt wird. Um einer Person ein besseres Gefühl zu geben, anstatt wirklich das Problem oder die Krankheit anzugehen. Das mag für schwerwiegende Krankheiten auch zutreffend sein; es ist unwahrscheinlich, dass man Krebs heilen oder einen gebrochenen Knochen reparieren kann, nur weil man positives Denken anwendet. Viele Arten von Kopfschmerzen sind aber das Ergebnis von Verspannungen, Stress oder Überanstrengung der Muskeln.

Wo ist also der Nachteil, wenn man in der Lage ist, sich zu entspannen, tief zu atmen und daran zu arbeiten, dass die Muskeln und die Schmerzrezeptoren sich soweit beruhigen, dass der Schmerz zurückgeht? Viele Studien haben nachgewiesen, dass die Anwendung von Biofeedback-Techniken neben der eigentlichen Medikation zu weniger Arztbesuchen und weniger Migränen geführt hat.dback wird auch genutzt, um verschiedene andere Krankheiten zu behandeln, etwa ADHS, Inkontinenz, Depressionen, Diabetes und Epilepsie. Obwohl es per se zu keiner Heilung führt, berichten Patienten, dass die Symptome zurückgehen und sie weniger Medikamente benötigen würden.Warum sollte sich die möglichen Erfolge von Biofeedback entgehen lassen und diese moderne Entspannungstechnik nicht einfach mal ausprobieren?

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